Unknown Author
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Alex: Und innen am Korb funktioniert das anders, oder?
Sam: Ja. Dort stellt sich der Spieler mit dem Rücken zum Korb breit und tief hin, damit er auch bei Körperkontakt stabil bleibt. Er hält den verteidigerfernen Arm sichtbar als Ziel für den Pass und nutzt den nahen Arm regelgerecht, um Abstand zu schaffen. So wird er zu einem festen Anspielziel, statt leicht weggeschoben zu werden.
Alex: Und beim Passen selbst – was ist da der Kern?
Sam: Auch da geht es um einen klaren Ablauf. Jeder Pass beginnt mit einem kleinen Schritt in Passrichtung, gefolgt von einer stabilen Körperhaltung nach dem Abwurf. Beim Brustpass bleibt der Ball seitlich am Körper, beim Bodenpass wird er auf den Boden gespielt, beim Überkopfpass kommt er von über der Stirn. Die gemeinsame Idee ist immer dieselbe: Der Ball soll präzise ankommen, und der Körper soll danach sofort wieder handlungsbereit sein.
Alex: Und bei den Einhandpässen?
Sam: Da beginnt alles mit einer klaren Ausgangslage: Schrittstellung, Gewicht nach vorn, die Passhand führt den Ball, die andere stützt nur kurz. Der Pass kommt nicht aus dem Arm allein, sondern aus einer kurzen, kontrollierten Ganzkörperbewegung. Der Druckpass geht eher gerade nach vorn, der Hakenpass wird seitlich außen vorbeigeführt – damit man an einem Verteidiger vorbeikommt – und der Handballpass nutzt einen kräftigen Vorwärtsschwung.
Alex: Das klingt, als wäre die Täuschung fast genauso wichtig wie der eigentliche Pass.
Sam: Das ist sie oft auch. Jede Passbewegung kann als Täuschung genutzt werden: Man zeigt kurz einen Pass an und spielt dann schnell in die andere Richtung. Wer das beherrscht, zwingt den Verteidiger zum Reagieren – und gewinnt damit den entscheidenden Moment.
Alex: Und wie baut man das als Trainer in Übungen ein?
Sam: Schrittweise. Erst einfache Formen im Stand, dann Bewegung, dann mehr Druck und schließlich kleine Spielformen. Der Text empfiehlt außerdem, viele Übungen mit einem Abschluss am Korb zu verbinden, damit das Passen nie losgelöst vom Spielgeschehen geübt wird.
Alex: Die eigentliche Botschaft ist also: Ein guter Pass ist nicht nur präzise, sondern auch vorbereitet, getäuscht und sofort anschlussfähig.
Sam: Genau. Der Text ist kein Theoriepapier, sondern ein sauberer Trainingsleitfaden. Seine Stärke liegt darin, dass er Technik, Wahrnehmung und Übungsaufbau zusammen denkt – und zeigt, dass Basketball auf diesem Niveau vor allem ein Spiel aus Entscheidungen ist. Nicht wer den Ball am besten hält, gewinnt – sondern wer am schnellsten erkennt, was als Nächstes zu tun ist.
Alex: Vielen Dank fürs Zuhören – und bis zur nächsten Folge von ResearchPod.